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		<title>Heimweh</title>
		<link>https://silkesteinke.de/2026/10/08/heimweh/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Silke Steinke]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Oct 2026 11:33:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Abschied]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Angehörige]]></category>
		<category><![CDATA[beruflich Pflegende]]></category>
		<category><![CDATA[Demenz]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensthemen]]></category>
		<category><![CDATA[Trauer]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein neuer Impuls über Kindheitserinnerungen und das Gefühl, nach Hause zu wollen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silkesteinke.de/2026/10/08/heimweh/">Heimweh</a> erschien zuerst auf <a href="https://silkesteinke.de">silkesteinke.de</a>.</p>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h2>Heimweh – wenn Zuhause kein Ort, sondern ein Gefühl ist.</h2>
<p>„Ich habe Heimweh.“</p>
<p>„Hääh, du bist doch zu Hause.“</p>
<p>Vor einiger Zeit entdeckte ich diesen kurzen Dialog auf dem Instagram-Account: <a href="https://www.instagram.com/p/DUlf-0jDTSR/" target="_blank" rel="noopener">demenz_in_jungen_jahren</a></p>
<p>Ein Beitrag, der sofort etwas in mir berührte.</p>
<p>Ich kommentierte damals:</p>
<p>&#8222;Zuhause ist eben kein Ort, sondern ein Gefühl. Für mich ist das bei Oma W. (die lange schon nicht mehr lebt) unter der Daunendecke und Pfannkuchengeruch.&#8220;</p>
<h2>Und damit war ein Gedanke ausgesprochen, der mich nicht mehr losließ.</h2>
<p>In meiner Arbeit mit Angehörigen von Menschen mit Demenz begegnet mir der Satz „Ich will nach Hause“ immer wieder.</p>
<p>Manchmal sitzen die Menschen dabei in ihrem eigenen Wohnzimmer, in der Wohnung, in der sie seit 40 Jahren leben. Und Angehörige berichten mir immer wieder, dass sie dann versuchen zu erklären, dass man doch hier zu Hause sei. Sie zeigen auf vertraute Möbel, erinnern an die Adresse oder sagen: „Aber hier wohnst du doch, mit Mama schon seit 1950!“</p>
<h2>Was, wenn wir diesen Satz einmal nicht als Frage nach einem Ort verstehen, sondern als Ausdruck eines Gefühls?</h2>
<p>Was, wenn ein Mensch, der seine Orientierung verliert, vor allem nach Sicherheit und Vertrautheit sucht?</p>
<p>Ich habe versucht, mich in dieses Gefühl hineinzuversetzen.</p>
<p>Und bin dabei selbst auf eine Reise gegangen.</p>
<p>Zurück in meine Kindheit. Zu Oma W., die gar nicht meine Oma war und bei der ich mich doch so sehr zu Hause fühlte.</p>
<p>Aus diesem Gedanken ist mein poetischer Text „Heimweh“ entstanden:</p>
<h1><strong>Heimweh</strong></h1>
<p>Ich hab’ Heimweh und es schmerzt.<br />Es schmerzt so sehr in meiner Brust, in meinem Herzen.<br />Du kannst mich nicht verstehen, sagst:<br />„Hääh, Du bist doch zu Hause.“</p>
<p>Ja, ich hab ja auch Heimweh nach einem Gefühl.<br />Und nicht so sehr nach einem Ort.<br />Heimweh nach Pfannkuchengeruch und dicken Federbetten,<br />nach Märchenerzählen und selbstgestrickten Socken.</p>
<p>Hab schon lange nicht mehr dran gedacht<br />und doch ist er da:<br />mein Safespace und Rückzugsort,<br />wenn jemand mich geärgert hat.</p>
<p>Ich konnte lange nicht mal anrufen und fragen, ob ich willkommen war.<br />Auf dem Weg von der Schule zum Hort<br />im Hauseingang verschwinden.<br />Die schwere Tür öffnen.<br />Bohnerwachs einatmen,<br />die Treppe erklimmen.<br />Die Klingel drehen<br />und durch den Briefschlitz nach innen spähen.</p>
<p>Die Kette wird gelöst.<br />Die Tür öffnet sich.<br />Eine weiche Brust, die mich an sich drückt.<br />Eine warme Hand, die mich ins Innere zieht.<br />Eine weiche Stimme, die leise summend fragt:<br />„Wie ist es, mein Kind?“</p>
<p>Oma W. ersetzt Therapeutengespräche<br />und weiß es nicht mal.</p>
<p>Ranzen abstellen und auf den Hocker gerutscht.<br />Sie in der Küche:<br />Eier aufschlagen für Pfannekuchen.</p>
<p>Das Geheimnis bei ihrem Rezept:<br />„Eiweiß und Eigelb trennen!“<br />Und laaaaaange rühren von Hand.</p>
<p>Auch hier wieder: die Schüssel eng an die Brust geklemmt.<br />Mit starken Armen, trotz schlaffer Haut –<br />eine Prise Liebe dazugegeben.</p>
<p>Wenn ich heute an meinem Ceranfeld stehe,<br />frage ich mich manchmal,<br />ob auch der Gasherd eine Gelinggarantie war?</p>
<p>Streichholzzischen &amp; Schwefelgeruch.<br />Terrazzoboden, eingeprägt und eingebrannt,<br />wecken Gefühle wie auf Zelluloid gebannt.</p>
<p>Ein Hocker vor den Herd geschoben:<br />„Denn gut Ding will Weile haben!“</p>
<p>Das war auch so ein Gefühl bei ihr:<br />Nie in Eile zu sein.</p>
<p>Mein Highlight war: bei ihr schlafen zu dürfen.<br />Hach, einfach wunderbar!</p>
<p>Abends fertig machen zur Schlafenszeit:<br />Waschen und Zähneputzen am Waschtischbecken,<br />Toilettengang auf halber Treppe<br />und dann ins riesengroße, vorgewärmte Ehebett.</p>
<p>Obwohl ich den Menschen, der auf der anderen Bettseite schlief, nie kennenlernte,<br />mochte ich ihre andere Betthälfte.</p>
<p>Und dann kam das Beste:</p>
<p>Märchengeschichten unterm Federbett,<br />die Wärmflasche an den Füßen.</p>
<p>In der Nase der Duft von Kölnisch Wasser.</p>
<p>Ihre weiche Stimme und ihr Atemgeräusch.<br />Mein Gesicht fest an ihre weiche Brust gedrückt.</p>
<p>Der Spannungsbogen wie immer geglückt.</p>
<p>Da waren der Wolf und die Großmutter,<br />Rapunzel, lass dein Haar herunter.<br />Sieben Zwerge hinter sieben Bergen.</p>
<p>Ruckedigu, Blut ist im Schuh.<br />Und Falada, der da hanget.<br />Der kleine Muck dreht sich geschwind.<br />Ein Hut fliegt im Wind …</p>
<p>Ihre Stimme hat mich eingelullt.<br />Ihr Kinn vibrierte an meinem Haarschopf.<br />Ihre Arme umfingen mich.<br />Hielten mich sicher und niemals zu fest.</p>
<p>Und zum guten Schluss:</p>
<p>Einschlafen, bevor das Böse gewinnt.</p>
<p>In dem sicheren Wissen, dass sie morgen noch da ist,</p>
<p>ein schöner neuer Tag beginnt.</p>
<p>Die Zeiten sind vorbei.<br />Ich nicht mehr klein.</p>
<p>Doch auch wenn das Haus längst abgerissen ist,<br />in Gedanken geh ich heut noch dahin,</p>
<p>weil ich dort auch heut´noch<br />INNERLICH sicher bin.</p>
<h2>Vielleicht kennen Sie dieses Gefühl auch?</h2>
<p>Die Sehnsucht nach einem Ort, den es nicht mehr gibt. Nach einem Menschen, der längst verstorben ist. Nach einem Geruch, einer Stimme oder einer Berührung.</p>
<p>Und vielleicht haben auch Sie einen solchen inneren Ort, an den Sie in Gedanken zurückkehren können?</p>
<p>Wenn Menschen mit Demenz im fortgeschrittenen Stadium sagen: „Ich will nach Hause“, geht es oftmals nicht um die letzte Meldeadresse.</p>
<p>Häufig steckt dahinter eine Sehnsucht nach Vertrautheit, Sicherheit und Geborgenheit. Vielleicht auch nach einer Zeit, in der die Welt noch überschaubar war und man sich aufgehoben fühlte.</p>
<p>Auch ohne eine solche Erkrankung kenne ich manchmal diese Sehnsucht nach der Welt meiner Kindheit, in der alles irgendwie überschaubarer und langsamer war.</p>
<p>Natürlich können wir nicht wissen, was ein Mensch in diesem Moment tatsächlich empfindet.</p>
<p>Manchmal möchte er auch ganz konkret an einen anderen Ort. Vielleicht ist ihm die gegenwärtige Umgebung fremd, vielleicht fehlt ihm etwas oder er fühlt sich unwohl.</p>
<p>Vielleicht ist er gerade erst in ein Pflegeheim gezogen. Dann kann die Sehnsucht nach Hause auch Ausdruck eines ganz natürlichen Abschiedsschmerzes sein. Trauer um das geliebte Zuhause. Angst vor dem, was kommt.</p>
<p>Es geht also immer wieder darum:</p>
<h2><strong>Zu verstehen, bevor wir antworten.</strong></h2>
<p>In der Begleitung von Menschen mit Demenz sprechen wir häufig von Validation als Kommunikationstechnik.</p>
<p>Dabei geht es darum, die Gefühle und das subjektive Erleben eines Menschen ernst zu nehmen, auch wenn wir seine Wahrnehmung der Situation nicht teilen.</p>
<p>Wenn jemand sagt: „Ich will nach Hause“, ist unsere erste Reaktion vielleicht:</p>
<p>„Aber du bist doch zu Hause!“</p>
<p>Sachlich mag das richtig sein. Nur hilft diese Antwort nicht unbedingt gegen das Gefühl, das hinter dem Wunsch steht.</p>
<p>Vielleicht können wir stattdessen fragen:</p>
<p>„Vermisst du dein Zuhause gerade sehr?“</p>
<p>Oder sagen:</p>
<p>„Ja, zu Hause ist es schön.“</p>
<p>Und dann könnten wir zuhören. Nachfragen. Vielleicht von früher erzählen lassen, gemeinsam Fotos anschauen. Und vielleicht auch gemeinsam traurig sein und aushalten, dass der Abschiedsschmerz gerade groß ist.</p>
<p>Ich möchte das gar nicht als raffinierte Kommunikationstechnik oder als Zauberformel verstanden wissen, die immer „funktioniert“.</p>
<p>Im Sinne von: „Schwupps, nun kann ich wieder lachen, finde es hier ganz wunderbar und lasse mich problemlos versorgen oder pflegen.“</p>
<p>So einfach ist es eben nicht.</p>
<p>Es geht vielmehr darum, mit dem Menschen in Verbindung zu bleiben und herauszufinden, was er gerade wirklich braucht.</p>
<p>Manchmal können wir eine belastende Situation nicht auflösen. Aber wir können da sein, zuhören und im besten Fall ein wenig Sicherheit vermitteln.</p>
<h2><strong>Denn manchmal geht es nicht darum, einem Menschen zu erklären, wo er ist, sondern darum, zu verstehen, wie er sich fühlt.</strong></h2>
<p>Und vielleicht hilft uns dabei die Erinnerung an unser eigenes Heimweh.</p>
<p>Herzlichst Deine</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
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					<h2 class="et_pb_module_header">Heimweh</h2>
					<p class="et_audio_module_meta">von <strong>Silke Steinke</strong></p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://silkesteinke.de/2026/10/08/heimweh/">Heimweh</a> erschien zuerst auf <a href="https://silkesteinke.de">silkesteinke.de</a>.</p>
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		<title>1000 Arten zu lächeln</title>
		<link>https://silkesteinke.de/2026/02/09/1000-arten-zu-laecheln/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Silke Steinke]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Feb 2026 16:21:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Abschied]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Angehörige]]></category>
		<category><![CDATA[beruflich Pflegende]]></category>
		<category><![CDATA[Hospizarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Krebs]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensthemen]]></category>
		<category><![CDATA[Trauer]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein neuer Herztext aus meiner Poetryfeder – aus der Reihe: Wenn Trauer Worte fände.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silkesteinke.de/2026/02/09/1000-arten-zu-laecheln/">1000 Arten zu lächeln</a> erschien zuerst auf <a href="https://silkesteinke.de">silkesteinke.de</a>.</p>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h1><em>Meine Arbeit findet gerade Ausdruck.</em></h1>
<p data-start="409" data-end="594">Schon als Kind habe ich geschrieben – zu Geburtstagen, für Feiern, für besondere Momente.<br data-start="498" data-end="501" />Diese Texte waren lange nur für mich bestimmt und wurden höchstens im privaten Kreis geteilt.</p>
<p data-start="596" data-end="756">Mit der Veröffentlichung von <em data-start="625" data-end="639">„Farbrausch“</em> ist etwas in Bewegung geraten.<br data-start="670" data-end="673" />Seitdem fließen die Worte, und ich möchte mehr von meinen Texten in die Welt geben.</p>
<p data-start="758" data-end="985">Schreiben ist für mich ein Ventil.<br data-start="792" data-end="795" />So finden die Dinge, die ich erlebe, einen Ausdruck – leise, ehrlich, ungefiltert.<br data-start="877" data-end="880" />Vielleicht finden meine Herztexte auch bei dir einen Platz:<br data-start="939" data-end="942" />berührend, nachdenklich machend oder tröstend.</p>
<p data-start="987" data-end="1117">Die Rückmeldungen, die mich bislang erreicht haben, sind sehr liebe- und gehaltvoll.<br data-start="1059" data-end="1062" />Und sie bestärken mich darin, diesen Weg weiterzugehen.</p>
<p data-start="1119" data-end="1175"><strong data-start="1119" data-end="1175">Hier nun ein weiterer Herztext – in Schrift und Ton:</strong></p>
<p data-start="1119" data-end="1175"><strong data-start="1119" data-end="1175"></strong></p>
<p data-start="1119" data-end="1175"><strong data-start="1119" data-end="1175"></strong></p>
<h1 data-start="1058" data-end="1130">1000 Arten zu lächeln</h1>
<p>&nbsp;</p>
<p>Du hast Dich lächelnd zur Ruhe gelegt &#8211; zur letzten Ruhe.</p>
<p>Gleichzeitig war es in mir ziemlich laut, unruhig mit Grummeln im Bauch.</p>
<p>Wie soll es mir auch gehen?</p>
<p>Seit Tagen und Wochen Dich so zu sehen, wie Du Dich quälst und immer noch lächelst.</p>
<p>Freundlich, zugewandt und immer mit irgend ´nem Beutel in Deiner Hand.</p>
<p>„Falls was hochkommt“, sagst Du und lächelst gewandt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ich stehe daneben, in mir ist gerade kein Lächeln.</p>
<p>Ich würde es gegenteilig benennen: Unruhe, viel am Rennen und selten am Schlafen &#8211; Gedankenrasen.</p>
<p>Ich sitze still vor der rosa Wand, Du ein Glas eiskalte Brause in Deiner Hand. Dein Lieblingsgetränk schon seit Tagen. In deinem Gesicht ein Lächeln &#8211; ohne zu klagen.</p>
<p>Ich kenne nicht alle Namen, aber mit einem Lächeln kamen immer wieder, nette Menschen, in den Raum, fragten nach Deinem Befinden.</p>
<p>Du mit freundlichem Grinsen, sagst:</p>
<p>„Sie sind alle so nett zu mir. Ich spüre die Liebe hier!“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ja, auch ich mag diesen Ort mit Sackgassenlage und doch will ich fort, denn meist verlässt man ihn auf der Bahre oder genauer, im Sarg.</p>
<p>„Sterben gehört zum Leben“, sagst Du und lächelst mild – ich will´s nicht hören, ich bin noch zu jung und es ist einfach zu früh für´s Grab.</p>
<p>Du lächeltest tapfer,  als erstmals das Wort fiel: Palliativ – seit dem lächelst Du immer noch &#8211; relativ -oft.</p>
<p>Du kamst zur Ruhe an diesem Ort, den man „Hospiz“ nennt. Ein Ort an dem Dich, schon nach Stunden, jeder kennt.</p>
<p>Im Hospiz sein, ist o.K. und doch tut es unendlich weh und Du lächelst: aufmunternd.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Es ist anders als in der Klinik , wo jeder über den Flur nur rennt und keiner Dich beim Namen nennt, ausschließlich Deine Diagnose kennt, wenn man doch eigentlich den Menschen mit seiner Geschichte und seinem Lächeln meint.</p>
<p>Hier verfliegt Deine Zeit.</p>
<p>Du lächelst mild, in der Hand eine Brause</p>
<p>An der Wand ein Bild von Deinem Zuhause, wo Du auch stets glücklich gelächelt hast.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Und in mir?</p>
<p>Immer noch große Unruhe, aber ich komme über die Runden und inzwischen bin ich mit dem Gefühl des Friedens verbunden.</p>
<p>Du glaubtest stets an die Guten und  lächeltest bis zum Schluss, mal zart, mal mutig, mal zaghaft und brüchig.</p>
<p>In 1000 verschiedenen Varianten.</p>
<p>Weinen? Nie, nicht mal vor Verwandten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ich wurde, wie besprochen, angerufen.</p>
<p>Ließ alles stehen und liegen für die letzten, kostbaren Minuten.</p>
<p>Ein letzter Atemzug.</p>
<p>Dann lagst Du da, die Hände auf dem Bauch gefaltet, ein stilles Lächeln auf Deinem Gesicht.</p>
<p>Voller Ruhe bei meinem letzten Kuss.</p>
<p>An den Füßen Deine schönsten Schuhe.</p>
<p>Die hattest Du Dir auserbeten. Mit einem schelmischen Lächeln, hast Du gewählt, was Du auf Deiner letzten Reise tragen willst.</p>
<p>In Deinem Zimmer das Seelenhaus.</p>
<p>Mein Weinen und leise Töne vom  Koshi begleiten Dich raus.</p>
<p>Ich stehe gemeinsam hier mit Deinen letzten Wegbegleitern am Ausgang Spalier.</p>
<p>Dies ist Deine letzte Reise und ich weiß:</p>
<p>Du lächelst leise.</p>
<h2></h2>
<h2>Mögen diese Worte Dich dort erreichen, wo Du sie gerade brauchst.</h2>
<p>&nbsp;</p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
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					<h2 class="et_pb_module_header">1000 Arten zu lächeln</h2>
					<p class="et_audio_module_meta">von <strong>Silke Steinke</strong></p>
					<audio class="wp-audio-shortcode" id="audio-1934-2" preload="none" style="width: 100%;" controls="controls"><source type="audio/mpeg" src="https://silkesteinke.de/wp-content/uploads/2026/02/Deine-1000-Arten-zu-laecheln.mp3?_=2" /><a href="https://silkesteinke.de/wp-content/uploads/2026/02/Deine-1000-Arten-zu-laecheln.mp3">https://silkesteinke.de/wp-content/uploads/2026/02/Deine-1000-Arten-zu-laecheln.mp3</a></audio>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h2>Sprechen wir persönlich.</h2></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Ich stehe Ihnen zur Verfügung für ein kostenfreies Erstgespräch, für Ihre Fragen und Anfragen und Ihre Terminwünsche. Sie erreichen mich telefonisch unter +49/ 170/ <span>5841227</span> oder über das Kontaktformular.</p></div>
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			</item>
		<item>
		<title>Farbrausch</title>
		<link>https://silkesteinke.de/2026/01/25/farbrausch/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Silke Steinke]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 25 Jan 2026 09:10:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Abschied]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Angehörige]]></category>
		<category><![CDATA[beruflich Pflegende]]></category>
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		<category><![CDATA[Trauer]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://silkesteinke.de/?p=1907</guid>

					<description><![CDATA[<p>Wenn Trauer Worte fände - heute mal etwas anderes von mir: Ein Poetry Text in Schrift und Ton.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silkesteinke.de/2026/01/25/farbrausch/">Farbrausch</a> erschien zuerst auf <a href="https://silkesteinke.de">silkesteinke.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section et_pb_section_2 et_section_regular" >
				
				
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><h1><em>Heute mal was anderes von mir:</em></h1>
<p data-start="388" data-end="532">Gestern bin ich aufgewacht mit Worten im Kopf, die raus wollten.<br data-start="452" data-end="455" />Es war, als wäre eine Quelle in mir angezapft worden – sie sprudelte einfach.</p>
<p data-start="534" data-end="684">Dann war Erinnerungsfeier im Hospiz.<br data-start="570" data-end="573" />Im Anschluss habe ich den Text eingesprochen und ihn zwei Frauen geschickt, um zu fragen, was sie davon halten.</p>
<p data-start="686" data-end="855">Meine Söhne meinten: <em data-start="707" data-end="738">Das ist doch ein Poetry Slam.</em><br data-start="738" data-end="741" />Und so dachte ich: Vielleicht sind diese Worte für jemanden da draußen.<br data-start="812" data-end="815" />Deshalb lasse ich sie jetzt in die Welt.</p>
<p data-start="857" data-end="1056">Sie sind nicht mit Hilfe von KI entstanden – das möchte ich ausdrücklich betonen.<br data-start="938" data-end="941" />Es vermischen sich eigene Erfahrungen mit Erzähltem und Eindrücken aus meiner Arbeit.<br data-start="1026" data-end="1029" />Ich habe es fließen lassen.</p>
<p data-start="1058" data-end="1130">Und das, was dabei entstanden ist, findest du hier – in Schrift und Ton:</p>
<h1 data-start="1058" data-end="1130">Farbrausch</h1>
<p><em>Manchmal wenn ich ganz andere Dinge tue und nicht so viel habe von der Ruhe, die ich mir manchmal so sehr wünsche. </em></p>
<p><em>Gerade, wenn ich hetze und nicht so sehr bei mir bin, dann gehen sie dahin, wo DU bist und ICH nicht.  </em></p>
<p><em>Meine Gedanken schweifen zu Dir, zu einer Vergangenheit, zu einem Moment in der Zeit. </em></p>
<p><em>Ich schwelge in Erinnerungen.</em></p>
<p><em>Und wenn ich mir nicht das Hirn verrenke.</em></p>
<p><em>in der Stille ich mich versenke,</em></p>
<p><em>zulasse, dass ich an Dich denke, dann nimmt es Fahrt auf –</em></p>
<p><em>da sind Farben und Akzente.</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Da sind so viele kleine Momente. Wie in einem Strudel fahren meine Gefühle Achterbahn:</p>
<p>Augenblicke – also diese Sekunden, wenn unsere Augen sich trafen und wir uns wirklich sahen – Farbensplitter von rosé.</p>
<p>Dieser eine Dorn in meiner Haut, als Du gingst, ziemlich laut &#8211; mit bösen Worten – eher: grau.</p>
<p>Aber da waren auch Torten, Geburtstagsfeiern, Weihnachtstage – bunt, fröhlich – in allen Farben und manchmal auch Narben von Streit und Verlust.</p>
<p>Simple Dinge, wie der verpasste Bus. Totale Alltäglichkeiten, Ungnädigsein und Innehalten, Geborgenheit, Unpässlichkeiten und der erste Kuss.</p>
<p>Sie alle haben Farben, die durcheinander wirbeln &#8211; an manchen Tagen.</p>
<p>Rot, grün, türkis, gelb und blau  – manchmal in Nuancen, manchmal knallig, mal in blass und oft ziemlich grau.</p>
<p><em></em></p>
<p><em>Manchmal wenn ich ganz andere Dinge tue und nicht so viel habe von der Ruhe, die ich mir manchmal so sehr wünsche. </em></p>
<p><em>Gerade, wenn ich hetze und nicht so sehr bei mir bin, dann gehen sie dahin, wo Du bist und ich nicht.  </em></p>
<p><em>Meine Gedanken schweifen zu Dir. Zu einer Vergangenheit, zu einem Moment in der Zeit. </em></p>
<p><em>Ich schwelge in Erinnerungen.</em></p>
<p><em>Und wenn ich mir nicht das Hirn verrenke,</em></p>
<p><em>in der Stille mich versenke,</em></p>
<p><em>zulasse, dass ich an Dich denke, dann nimmt es Fahrt auf –</em></p>
<p><em>da sind Farben und Akzente.</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Da sind die ersten und die letzten Tage, sie tragen Freudefarben und Trauer zur Schau.</p>
<p>Da sind verpasste Chancen, Kinderlachen und ein Clown.</p>
<p>Da sind Frühstückschlachten und Läusetage , Wäschechaos und Mahlzeiten planen. Da sind Urlaub am Meer und Familiendramen. Alltag neben Besonderheiten. Kleine Momente und Streitigkeiten.</p>
<p>Farben und Gefühle verschwimmen ineinander und gleichzeitig ist manches so klar und deutlich erkennbar.</p>
<p>Können Geräusche auch Farben tragen?</p>
<p><em></em></p>
<p><em>Manchmal wenn ich ganz andere Dinge tue und nicht so viel habe von der Ruhe, die ich mir manchmal so sehr wünsche. </em></p>
<p><em>Gerade, wenn ich hetze und nicht so sehr bei mir bin, dann gehen sie dahin, wo Du bist und ich nicht.  </em></p>
<p><em>Meine Gedanken schweifen zu Dir. Zu einer Vergangenheit, zu einem Moment in der Zeit. </em></p>
<p><em>Ich schwelge in Erinnerungen.</em></p>
<p><em>Und wenn ich mir nicht das Hirn verrenke,</em></p>
<p><em>in der Stille mich versenke,</em></p>
<p><em>zulasse, dass ich an Dich denke, dann nimmt es Fahrt auf –</em></p>
<p><em>da sind Farben und Akzente.</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Farben sind mit Gefühlen verbunden, die erscheinen in nicht so schillernden Nuancen,</p>
<p>denn da waren auch Tränen und Wut, die Chemo, das Tuch, der Speichel, der Ekel, aber auch: Mut.</p>
<p>Farben verändern sich mit den Jahren, manches verblasst, wird verklärt oder tritt noch deutlicher hervor.</p>
<p>Ich soll es loslassen, sagen die einen.</p>
<p>Die anderen sagen, lass Dich doch treiben, Du darfst Trauern <strong>UND</strong> Leben, musst Dich gar nicht entscheiden.</p>
<p>Der Gedanke gefällt mir: wie eine Kaleidoskop von Farben &#8211; darf mal das eine und mal das andere erstrahlen.</p>
<p>Vielleicht &#8211; auch wenn der Vergleich hinkt: wie ein Tuschkasten aus Schulzeiten, er ist noch da &#8211; in irgendeiner Schublade, die Farben vermischt, leicht schietig und eingetrocknet.</p>
<p>Doch wenn man sich Zeit nimmt, alles reinigt, können die Farben wieder im Glanz erstrahlen.</p>
<p>Und manche Farben sind einfach: leer. In diesen Fächern kann man neue Farben einsetzen und neue Bilder malen.</p>
<p>Die alten Bilder sind in Rahmen, erfreuen, beglücken, erinnern und beschweren mich an manchen Tagen, je nach Motiv und Stimmungslage und dann kommen die Neuen daher und es gibt ja auch Wechselrahmen &#8211; in Gold.</p>
<p>Und das ist, was immer bleibt, auch wenn Du jetzt nicht mehr bei mir bist, ist der Rahmen, ist der Ring, ist &#8211; <strong>GOLD</strong>.</p>
<p>Mir stellt sich nicht die Frage: „Ist Gold eine Farbe?“</p>
<p>Für mich ist klar: Du bist Licht, bist eine Besonderheit, die ich immer bei mir trage.</p>
<h2></h2>
<h2>Mögen diese Worte dich dort erreichen, wo du sie gerade brauchst.</h2>
<p>&nbsp;</p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
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					<h2 class="et_pb_module_header">FARBRAUSCH</h2>
					<p class="et_audio_module_meta">von <strong>Silke Steinke</strong></p>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h1>Redebedarf?</h1></div>
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<p>Der Beitrag <a href="https://silkesteinke.de/2026/01/25/farbrausch/">Farbrausch</a> erschien zuerst auf <a href="https://silkesteinke.de">silkesteinke.de</a>.</p>
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		<title>Verbundenheit</title>
		<link>https://silkesteinke.de/2025/12/14/verbundenheit/</link>
					<comments>https://silkesteinke.de/2025/12/14/verbundenheit/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Silke Steinke]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 14 Dec 2025 08:11:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<category><![CDATA[beruflich Pflegende]]></category>
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		<guid isPermaLink="false">https://silkesteinke.de/?p=1889</guid>

					<description><![CDATA[<p>Idealisierte Bilder von Freundschaft hinterfragen, Verbundenheit wahrnehmen und Dankbarkeit im Alltag verankern.</p>
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<h1>Ein Hoch auf die Verbundenheit</h1>
<p>12.12. – vorgestern hatte ich Geburtstag.</p>
<p>Der Tag begann vertraut: mit einem Ständchen, Kerzenlicht und Luftballons, mit meinen Liebsten. Dann ging es nach Kiel – Frühstück mit meinen Eltern und meinem Mann. Vertraut und wunderschön.</p>
<p>Am Abend dann etwas ganz anderes. Eine kleine „Ladies only“-Runde. Ich hatte mir gewünscht, dass jede Frau etwas zum Buffet beiträgt, denn ich liebe es, wenn sich dort die unterschiedlichsten Köstlichkeiten sammeln und neue Inspirationen entstehen. Ich selbst hatte auch vorbereitet, geschnippelt, gerührt – und dann war es soweit.</p>
<p>Sie kamen: zwölf wunderbare Frauen, die sich untereinander kaum kannten und aus ganz unterschiedlichen Zusammenhängen meines Lebens stammen.</p>
<h2>Und plötzlich war sie da: Lebendigkeit. Lachen. Gespräche, die sich nicht an der Oberfläche aufhielten. Ein Tisch, an dem Platz war.</h2>
<p>Am nächsten Morgen saß ich mit einem Kaffee auf der Couch und habe Geschenke ausgepackt. Viele kleine Dinge, liebevoll ausgewählt. Schöne Tüten, handgeschriebene Karten, voller Wärme. Und während ich las, spürte ich Freude und tiefe Dankbarkeit.</p>
<p>Ich fühlte mich reich beschenkt – nicht nur durch Dinge, sondern durch unfassbar wertvolle Beziehungen.</p>
<p>Schon lange begleitet mich eine Sehnsucht nach einer tiefen, engen Mädchen- bzw. Frauenfreundschaft – etwas, das ich durch die vielen Umzüge meiner Kindheit oft vermisst habe. Frauen, die eng mit ihren Schwestern verbunden sind, habe ich immer ein wenig beneidet. Ebenso jene, die eine feste Frauenclique haben, die viel miteinander teilen und gemeinsam durch Höhen und Tiefen gehen.</p>
<h2>Diese Sehnsucht höre ich übrigens auch immer wieder in Gesprächen mit Klientinnen. Oft ganz leise. Manchmal nur zwischen den Zeilen.</h2>
<p>Zu meiner Feier habe ich eine sehr bunte Mischung an Frauen eingeladen: Frauen, mit denen mich viele Jahre verbinden – seit wir hier wohnen, aus der Krabbelgruppen-, Kindergarten- und Schulzeit meiner Kinder. Weggefährtinnen durch unterschiedliche Lebensphasen.</p>
<p>Gleichzeitig waren einige der längsten Freundschaften aus meiner eigenen Schulzeit nicht dabei. Auch meine Mutter fehlte. Viele hatten bereits andere Weihnachtsfeiern, Termine, Verpflichtungen.</p>
<p>Zwei meiner engsten, längsten Freundinnen konnten nicht kommen, weil das Leben ihnen gerade sehr viel abverlangt. Und auch das gehört zur Wahrheit von Freundschaft: Manchmal ist Nähe da, auch wenn man sich nicht sieht.</p>
<p>Und dann habe ich etwas getan, das sich für mich tatsächlich mutig angefühlt hat. Ich habe Frauen eingeladen, die ich vielleicht „nur“ von meinen Hunderunden kenne. Frauen, denen ich erst in diesem Jahr begegnet bin – unter anderem in Arbeitszusammenhängen.</p>
<p>Kurze Begegnungen am Wegesrand. Gespräche in ganz unterschiedlichen Rollen – vom Kolleginnensein bis zum zufälligen Innehalten.</p>
<h2>Frauen, bei denen dieses zarte Gefühl da ist: Daraus könnte etwas Schönes wachsen.</h2>
<p>All diese Frauen saßen an diesem Abend an einem Tisch. Viele kannten sich kaum oder gar nicht. Und doch entstand etwas sehr Lebendiges: reger Austausch, echtes Interesse, ein Miteinander ohne Konkurrenz.</p>
<p>Vielleicht nicht „die eine“ tiefe Freundschaft – aber viele Fäden, die sich an diesem Abend miteinander verwoben haben.</p>
<p>Ich glaube, ich wäre im Alltag gar nicht in der Lage, mehrere sehr intensive Freundschaften im klassischen Sinne zu pflegen. Und gleichzeitig wird mir immer klarer: Ich habe davon bereits ganz viel in meinem Leben. Ich nehme es nur nicht immer wahr.</p>
<p>Neulich habe ich auf Instagram einen Post gesehen von einer jungen Frau, die bedauerte, keine „Girlsgang“ zu haben. Und ich habe mich gefragt, welchen Einfluss Social Media auf unsere Wahrnehmung von Freundschaft hat. Diese Bilder, diese kurzen Ausschnitte – sie zeigen Nähe, Verbundenheit, gemeinsames Lachen. Aber sie zeigen nicht die Aushandlungen, die Enttäuschungen, den Unmut, wenn man sich nicht einig wird, wohin beispielsweise eine gemeinsame Reise gehen soll. Sie zeigen keine vollen Terminkalender, keine Erschöpfung, keine Phasen des Abstands.</p>
<p>Freundschaften wollen gepflegt werden. Und wenn ich auf den Alltag von uns allen schaue – auf Arbeit, Familie, Verpflichtungen, innere Prozesse –, dann denke ich: Das, was da ist, ist oft schon sehr viel.</p>
<h2>Vielleicht braucht es weniger Vergleiche und mehr Innehalten.</h2>
<p>Momente wie an diesem Morgen. Ein ruhiger Moment auf der Couch. Zeit, um wahrzunehmen, was da ist – und Dankbarkeit dafür zu spüren.</p>
<p>Vielleicht liegt genau hier noch eine leise Einladung verborgen: unsere romantisierten Bilder zu hinterfragen.</p>
<p>Mit einer Klientin ging es neulich um „die Weihnachtsstimmung“. Dieses Bild von Harmonie, Kerzenschein, inniger Familie. Und gleichzeitig die Realität: Einkaufslisten, volle Läden, Vorbereitung, Erschöpfung – bis man überhaupt dort ankommt, wo es dann vielleicht kurz still und warm wird.</p>
<p>Bei mir ist es ähnlich mit dem Bild von Freundschaft.</p>
<h2>Diese Vorstellungen aus Romanen und Geschichten: Hanni und Nanni, Pippi und Annika – immer zusammen, immer loyal, immer Zeit füreinander.</h2>
<p>Später dann <em>Friends</em> oder <em>Melrose Place</em>: Freundschaften als Lebensmittelpunkt, immer verfügbar, immer im gleichen Takt durchs Leben gehend. Bilder von Nähe, die mich und uns alle geprägt haben. Aber mal ehrlich – wer weiß, ob wir uns heute nicht unfassbar auf die Nerven gehen würden, würden wir so oft und so intensiv miteinander telefonieren wie mit 16.</p>
<h2>Vielleicht sind es genau diese idealisierten Bilder, die uns manchmal das Gefühl geben, es fehle etwas.</h2>
<p>Und vielleicht übersehen wir dabei, wie reich das ist, was längst da ist – in Momenten, Begegnungen, Netzwerken, die nicht laut, aber tragfähig sind.</p>
<p>Und so fühle ich mich heute reich beschenkt und möchte diesem Gefühl Raum geben. Es in mir anreichern, indem ich es hier festhalte – zum Nachlesen für Momente, in denen es sich vielleicht einmal einsam anfühlt.</p>
<p>In diesem Sinne: Hinterfrage deine idealisierten Vorstellungen. Und wenn du dir dabei Unterstützung wünschst, melde dich gerne bei mir. Ich bin gerne deine Wegbegleiterin.</p>
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<p>Herzlichst Deine</p>
<p><em style="font-family: 'Butterfly Kids'; font-size: xx-large;">Silke</em></p>
<p>&nbsp;</p></div>
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		<title>Happy Sober Ostern</title>
		<link>https://silkesteinke.de/2025/04/20/happy-sober-ostern/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Silke Steinke]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 20 Apr 2025 07:59:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie alkoholfreie Feiertage zu mehr Lebensfreude, Gesundheit und innerer Freiheit führen können.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silkesteinke.de/2025/04/20/happy-sober-ostern/">Happy Sober Ostern</a> erschien zuerst auf <a href="https://silkesteinke.de">silkesteinke.de</a>.</p>
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<h1>Ich will auf keinen Fall ein Spielverderber sein und doch bin ich heute stolz auf : 477 Tage alkoholfrei – und ich bleibe dabei.</h1>
<p>Am 28. Dezember 2023 habe ich das letzte Mal Alkohol getrunken.<br />Was damals ein sehr persönlicher Entschluss war, hat sich inzwischen zu einer tiefen, inneren Klarheit entwickelt:<br />Ich möchte nie wieder zurück.</p>
<p>Heute – 477 Tage später – bin ich nicht nur stolz auf diesen Weg, sondern auch dankbar.<br />Dankbar für die vielen positiven Veränderungen, die ich erleben durfte. Und dankbar für die Menschen an meiner Seite, die mich unterstützen.</p>
<h2>Was sich verändert hat, lässt sich kaum in Worte fassen.</h2>
<p>Seitdem ich keinen Alkohol mehr trinke, ist vieles leichter geworden: keine Schwindelattacken mehr, ein stabiler Kreislauf, eine insgesamt viel ausgeglichenere Stimmung. Ich schlafe tiefer, bin wacher – und ich laufe wieder regelmäßig, derzeit etwa fünf Kilometer.<br />Die Migräne, die mich so lange begleitet hat, ist ebenfalls verschwunden – allerdings nicht allein wegen des Alkoholverzichts. Erst als ich zusätzlich auch Eier aus meiner Ernährung gestrichen habe, kam die echte Erleichterung. Wie passend, dass ich das ausgerechnet zu Ostern feststelle – welch Ironie!</p>
<h2>Für den Rückhalt in meinem Umfeld bin ich dankbar.</h2>
<p>Viele enge Freundinnen begegnen mir mit echtem Respekt. Sie bieten mir auf Feiern und bei Zusamenkünften ganz selbstverständlich alkoholfreie Alternativen an, denken mit, ohne dass ich etwas sagen muss. Diese Achtsamkeit bedeutet mir sehr viel.<br />Außerdem habe ich das Programm „Abstinenz stabilisieren“ von Nathalie Stüben gewonnen. Der Zusammenhalt in der Community tut mit gut und das Programm hat mir nochmal viele Aha-Momente geschenkt – besonders im Umgang mit der sogenannten Suchtstimme. In unserer Community nennen wir sie „Mephisto“. Diese leise Stimme, die gern mal flüstert: „Ach komm, ein Gläschen war doch immer nett…“ Aber ich weiß heute, dass das nur eine Geschichte ist, die sie mir erzählen will. Und ich muss ihr nicht glauben.</p>
<h2>Rückblickend sehe ich vieles klarer.</h2>
<p>Natürlich gab es viele schöne Geschichten, aber an sich, sind sie nur vor dem dritten Gals und ohne das DANACH, wirklich schön. Ich erinnere mich zum Beispiel an einen vermeintlich schönen Beaujolaisabend, der damit endete, dass ich mich bei fremden Menschen auf der Gästetoilette übergeben musste. Oder an den Unfall auf dem Weg von einer zur nächsten Partylocation – schlicht, weil Alkohol mich übermütig gemacht hat.</p>
<h2>Alkohol verwischt Grenzen.</h2>
<p>So dachte ich lange, ich sei besonders gesellig, ein Nachtmensch, der erst nach 24 Uhr zu Höchstform aufläuft. Heute weiß ich: Ich bin gerne um 23 Uhr im Bett und doch genauso lebendig, offen und herzlich – nur eben ohne Alkohol. Und das fühlt sich echt an.<br />Diese Gespräche bis spät in die Nacht, die damals so „deep“ wirkten? Ehrlich? Sie waren es selten wirklich. Oft blieb am Morgen nur ein schales Gefühl – kein echtes Miteinander. Und Verbundenheit ist für mich ein hoher Wert, den ich ehrlicherweise oft vermisst habe.</p>
<h2>Für mich ist klar: Ich bleibe dabei.</h2>
<p>Nüchtern zu leben, ist für mich kein Verzicht, sondern Selbstfürsorge. Ich bleibe Nüchtern aus Liebe zum Leben.<br />Es fühlt sich seit Tag eins nicht nach Einschränkung an – sondern nach Freiheit. Und es tut mir einfach gut.</p>
<p>Wenn du spürst, dass dein Umgang mit Alkohol nicht mehr stimmig ist, dann möchte ich dir Mut machen:</p>
<p>Veränderung ist möglich – und sie darf in deinem Tempo geschehen.<br />Eine wunderbare Anlaufstelle ist zum Beispiel die Seite von Nathalie Stüben: <a href="https://oamn.jetzt">https://oamn.jetzt</a><br />Oder du meldest dich einfach bei mir – ich begleite dich gerne.</p>
<p>Herzlichst<br />Silke Steinke</p>
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		<title>Schwere Entscheidungen</title>
		<link>https://silkesteinke.de/2025/04/11/schwere-entscheidungen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Silke Steinke]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Apr 2025 11:11:17 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Schuldgefühle bei der Begleitung eines Menschen mit Demenz überwinden und Selbstfürsorge üben.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silkesteinke.de/2025/04/11/schwere-entscheidungen/">Schwere Entscheidungen</a> erschien zuerst auf <a href="https://silkesteinke.de">silkesteinke.de</a>.</p>
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<h1><strong>Einen Menschen mit Demenz zu begleiten, bedeutet häufig schwere Entscheidungen treffen zu müssen.</strong></h1>
<p>Eine Fragestellung, die mich in meinen Coachings und in Therapiesitzungen immer wieder beschäftigt, wie kann es mir gut gehen, wenn mein Angehöriger jetzt im Heim leben muss?</p>
<p>Am Ende steht dann oft die Erkenntnis: „Ich darf gut für mich sorgen – auch wenn mein Partner oder meine Parterin (Mutter, Vater – setz bitte ein, was für Dich passt) im Heim ist“</p>
<p>Viele Angehörige von Menschen mit Demenz tragen eine große Last – nicht nur im Alltag, sondern auch im Herzen. Besonders Ehepartner:innen erleben oft einen tiefen inneren Konflikt:</p>
<p>„Ich habe versprochen, in guten wie in schlechten Tagen da zu sein – und jetzt lebt mein Mann oder meine Frau in einer stationären Einrichtung. Habe ich mein Versprechen gebrochen?“</p>
<p>Diese Gedanken begegnen mir häufig in der Begleitung von Angehörigen. Sie zeigen, wie stark das Gefühl von Verantwortung, Schuld und Selbstanspruch sein kann – gerade in einer Situation, die keine einfachen Lösungen bietet.</p>
<h2><strong>Wie entsteht innerer Druck?</strong></h2>
<p>Druck entsteht nicht allein durch äußere Umstände – wie die Betreuung, die Pflege, das organisatorische drumherum und medizinische Fragestellungen, die es oft ohnehin schon so unfassbar schwer machen, einen Menschen mit Demenz zu begleiten.</p>
<p>Der Druck verstärkt sich und hängt oft an den inneren Sätzen, die wir uns sagen:</p>
<ul>
<li><em>„Ich darf doch jetzt nicht glücklich sein.“</em></li>
<li><em>„Ich muss stark sein.“</em></li>
<li><em>„Ich kann doch keinen fröhlichen Abend auf einer Feier haben, solange mein Partner leidet.“</em></li>
</ul>
<p>Diese Gedanken sind so verständlich – und sie zeigen, wie sehr Liebe und Fürsorge manchmal zu einer Quelle von Selbstverurteilung werden können.</p>
<h2><strong> </strong><strong>Was kann helfen? Drei Entlastungspfade für Angehörige</strong></h2>
<p>In der Akzeptanz- und Commitmenttherapie (ACT) und der Achtsamkeitspraxis arbeiten wir mit dem Gedanken:</p>
<h4>Schmerz ist ein Teil des Lebens – aber Leid entsteht oft durch den inneren Kampf gegen diesen Schmerz.</h4>
<p>Ich habe dazu bereits vielfach geschrieben: Entlastung bedeutet nicht, dass der Schmerz verschwindet. Aber es gibt Wege, leichter mit ihm zu leben.</p>
<h4>Annehmen, was ist</h4>
<p>Immer wieder schreibe ich von Akzeptanz, dem Zulassen und Erlauben unserer Gefühle. Und, das alle Gefühle da sein dürfen. Gefühle, wie Trauer, Schuld oder Erleichterung können und müssen nebeneinander existieren dürfen. Erleichterung ist kein Zeichen von Herzlosigkeit – sie ist oft ein Ausdruck von Erschöpfung und ein Zeichen, dass Unterstützung nun angenommen werden darf.</p>
<h4> Verstehen statt verurteilen</h4>
<p>Wirf einen liebevollen Blick auf Dich und sehe Dich selbst nicht als „Versager:in“. Entwickele Selbstmitgefühl für Dich. Sieh Dich als Mensch, der in einer sehr schwierigen Situation sein Bestes gibt.<br />Entscheidungen für eine stationäre Betreuung entstehen oft aus Liebe und Fürsorge – nicht aus Aufgabe und sie bietet oft, nicht nur dem gesunden Menschen eine Entlastung, sondern bedeutet auch für Menschen mit Demenz häufig einen „Schutzraum“ zu finden, in dem die Person nicht mehr den Ansprüchen des Alltages gehorchen muss.</p>
<h4>Selbstfürsorge (wieder) erlauben</h4>
<p>Sich selbst Gutes zu tun, ist kein Verrat, sondern ein Akt der Selbstachtung. Wer gut für sich sorgt, kann auch innerlich präsenter bleiben – für die Beziehung, die trotz räumlicher Trennung bestehen bleibt. Vielleicht gelingt es so auch besser im Augenblick präsent zu sein und wieder schöne Momente miteinander zu genießen.</p>
<h4>Hilfreiche Gedanken</h4>
<p>Alle Gefühle dürfen da sein. Es gilt, ihnen Raum zu geben und gleichzeitig sind vielleicht die folgenden Gedanken hilfreich? Dann nimm sie Dir gerne und schreibe sie dir auf, meditiere mit Ihnen und sage sie Dir vor: „Ich habe nicht aufgehört zu lieben – ich habe eine Entscheidung getroffen, um meinem Partner Sicherheit und Fürsorge zu ermöglichen.“<br />Und/oder der Gedanke „Ich darf traurig sein – und gleichzeitig wieder Momente des Friedens oder der Freude in mein Leben lassen.“</p>
<h2>Die folgenden drei Fragen sind Impulse für dich. Nimm Dir einen Moment Zeit und stelle sie Dir ganz in Ruhe und beantworte sie im besten Fall schriftlich für Dich:</h2>
<ul>
<li>Welche Gedanken machen dir besonders Druck?</li>
<li>Was würdest du einem guten Freund oder einer guten Freundin sagen, der oder die in deiner Situation ist?</li>
<li>Stell Dir Deinen Partner/Deine Partnerin in gesunden Tagen vor und frage Dich, was wünscht sich dein Partner oder deine Partnerin für dich?</li>
</ul>
<p>Wenn du magst, begleite ich dich auf deinem Weg – in Gesprächen, Workshops oder auch online.</p>
<p>Denn: Auch du darfst gut begleitet sein.</p>
</div>
</div>
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</div>
<p>Herzlichst Deine</p>
<p><em style="font-family: 'Butterfly Kids'; font-size: xx-large;">Silke</em></p>
<p>&nbsp;</p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
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		<title>Wohlfühlglück und Werteglück</title>
		<link>https://silkesteinke.de/2025/03/23/wohlfuehlglueck-und-werteglueck/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Silke Steinke]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 23 Mar 2025 13:19:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Angehörige]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Werteglück und Wohlfühlglück – warum Balance für echtes Wohlbefinden entscheidend ist.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silkesteinke.de/2025/03/23/wohlfuehlglueck-und-werteglueck/">Wohlfühlglück und Werteglück</a> erschien zuerst auf <a href="https://silkesteinke.de">silkesteinke.de</a>.</p>
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<h1 data-start="83" data-end="167" class="">Wohlfühlglück &amp; Werteglück – Warum wir uns oft für die Anstrengung entscheiden</h1>
<p data-start="169" data-end="600" class="">Kennt ihr das? Ein freier Abend liegt vor euch – eigentlich perfekt für Ruhe, ein gutes Buch oder einen gemütlichen Spaziergang. Doch dann kommt ein Anruf, ob ihr euch um jemanden kümmern könnt. Oder ihr erledigt noch offene Aufgaben, sortiert Unterlagen oder wacht nachts bei einem Angehörigen. Warum tun wir das? Warum verzichten wir freiwillig auf Wohlfühlmomente und investieren Zeit und Energie in Dinge, die uns anstrengen?</p>
<p data-start="602" data-end="834" class="">Die Antwort war mir schon länger bewusst, aber nun habe ich Worte dafür. Die Wörter habe ich in Daniela Blickhans Buch <em data-start="721" data-end="743">Positive Psychologie</em> gefunden. Sie unterscheidet zwischen zwei Arten von Glück: Wohlfühlglück und Werteglück.</p>
<h2 data-start="836" data-end="870" class="">Was ist Positive Psychologie?</h2>
<p data-start="872" data-end="1226" class="">Positive Psychologie wird oft mit „Positivem Denken“ verwechselt – dabei geht es keineswegs darum, Probleme auszublenden oder sich alles schönzureden. Vielmehr beschäftigt sich Positive Psychologie wissenschaftlich mit den Faktoren, die unser Wohlbefinden langfristig stärken. Ein zentrales Konzept ist die Unterscheidung zwischen zwei Arten von Glück:</p>
<h2 data-start="1228" data-end="1268" class="">Wohlfühlglück – das angenehme Glück</h2>
<p data-start="1270" data-end="1582" class="">Dieses Glück empfinden wir, wenn wir uns entspannen, genießen und uns wohlfühlen. Ein ruhiger Abend auf dem Sofa, eine Tasse Tee, ein Spaziergang oder Zeit mit Freunden – all das schenkt uns Wohlfühlglück. Es ist wichtig, weil es unsere Akkus wieder auflädt, Stress reduziert und uns im Moment zufrieden macht.</p>
<h2 data-start="1584" data-end="1619" class="">Werteglück – das tiefere Glück</h2>
<p data-start="1621" data-end="1994" class="">Ganz anders fühlt sich Werteglück an. Es entsteht nicht durch Entspannung, sondern durch sinnhaftes Tun. Wenn wir nach unseren Werten handeln, wenn wir für andere da sind oder etwas schaffen, das uns wichtig ist, dann empfinden wir Werteglück. Das kann in der Familie, im Beruf oder im Ehrenamt geschehen – überall dort, wo wir etwas beitragen, was für uns Bedeutung hat.</p>
<h2 data-start="1996" data-end="2050" class="">Warum wir oft Wohlfühlglück für Werteglück opfern</h2>
<p data-start="2052" data-end="2533" class="">Gerade pflegende Angehörige kennen das: Die Betreuung eines geliebten Menschen kann anstrengend und herausfordernd sein, aber sie entspricht oft den eigenen Werten von Fürsorge, Verantwortung und Liebe. Ähnlich geht es Eltern, die sich bewusst Zeit für ihre Kinder nehmen, obwohl es für sie manchmal bequemer wäre, sich eine Pause zu gönnen. Statt das eigene Wohlfühlglück an erste Stelle zu setzen, entscheiden sich viele für das, was ihnen auf einer tieferen Ebene wichtig ist.</p>
<h2 data-start="2535" data-end="2578" class="">Wenn nur Wohlfühlglück nicht ausreicht</h2>
<p data-start="2580" data-end="3096" class="">Dass ein Leben voller Entspannung und Freizeit nicht automatisch glücklich macht, zeigt die Erfahrung einer Leserin, die mir schrieb: „Seit zwei Jahren bin ich in Rente. Ich habe Zeit, ich kann machen, was ich will – aber ich war nicht glücklich.“ Ihr fehlte etwas, ohne genau benennen zu können, was es war. Erst als sie ein Ehrenamt übernahm, merkte sie: Es war das Werteglück, das in ihrem Alltag fehlte. Sie fand eine neue Balance zwischen Wohlfühlmomenten und dem sinnvollen Tun, das ihr wieder Erfüllung gab.</p>
<h2 data-start="3098" data-end="3130" class="">Die richtige Balance finden</h2>
<p data-start="3132" data-end="3341" class="">Beide Formen des Glücks sind wichtig. Wer nur Wohlfühlglück sucht, kann auf Dauer unzufrieden werden. Wer hingegen ständig nach Werteglück strebt und sich kaum Pausen gönnt, läuft Gefahr, sich zu erschöpfen.</p>
<p data-start="3343" data-end="3384" class="">Es lohnt sich, bewusst zu hinterfragen:</p>
<ul data-start="3385" data-end="3660">
<li data-start="3385" data-end="3510" class="">
<p data-start="3387" data-end="3510" class="">Wann brauche ich mehr Wohlfühlglück? Was kann ich tun, um mir bewusst Momente der Entspannung und des Genusses zu gönnen?</p>
</li>
<li data-start="3511" data-end="3660" class="">
<p data-start="3513" data-end="3660" class="">Wo fehlt mir Werteglück? Gibt es etwas, das ich tun kann, um meine Werte mehr zu leben – sei es in der Familie, im Beruf oder durch ein Ehrenamt?</p>
</li>
</ul>
<p data-start="3662" data-end="3736" class="">Die Kunst liegt in der Balance. Denn ein erfülltes Leben braucht beides.</p>
<h2 data-start="3738" data-end="3763" class="">Wo stehst du gerade?</h2>
<p data-start="3765" data-end="3891" class="">Wie sieht es bei dir aus? Wovon hast du im Moment mehr – Wohlfühlglück oder Werteglück? Und wie sorgst du für deine Balance?</p>
<p data-start="3893" data-end="4063" class="">Wenn du dabei Unterstützung brauchst oder dir mehr Klarheit über deine eigenen Werte und Bedürfnisse wünschst, melde dich gerne bei mir. Ich begleite dich auf deinem Weg!</p>
</div>
</div>
</div>
</div>
<p>Fühl Dich fest umarmt (wenn Du magst und das gerade gebrauchen kannst).</p>
<p>Deine</p>
<p><em style="font-family: 'Butterfly Kids'; font-size: xx-large;">Silke</em></p>
<p>&nbsp;</p></div>
			</div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h1>Redebedarf?</h1></div>
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		<title>Lebe den Moment</title>
		<link>https://silkesteinke.de/2025/01/26/lebe-den-moment/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Silke Steinke]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 26 Jan 2025 16:26:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Learnings aus dem Leben und Erfahrungen aus der Praxis lösen magische Aha-Momente aus.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silkesteinke.de/2025/01/26/lebe-den-moment/">Lebe den Moment</a> erschien zuerst auf <a href="https://silkesteinke.de">silkesteinke.de</a>.</p>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h1>Achtsamkeit – mehr als ein Konzept- Learnings aus dem Leben</h1>
<p>Alles schon verstanden, oder!?</p>
<p>Achtsamkeit, Meditation, Leben im Hier und Jetzt – das alles begleitet mich seit vielen Jahren. Ich meditiere mal mehr, mal weniger regelmäßig. Das Leben verläuft im ständigen Auf und Ab. Mir ist längst bewusst: Es geht nicht darum, nur irgendwelche Konzepte mit dem Verstand zu begreifen, sondern darum, Achtsamkeit im Alltag zu leben. Neben der formalen Praxis (Sitzen, Gehen oder Bewegen mit Konzentration auf den Atem oder einen der Sinne, wie das Hören) ist es vor allem die Alltagspraxis, die mich erdet. Sie ermöglicht es, auch im &#8222;echten Leben&#8220; wirklich präsent zu sein. Das heißt: Mit allen Sinnen da zu sein – selbst in schwierigen Momenten oder bei monotonen Tätigkeiten. Nicht ständig von allem Möglichen abgelenkt zu werden und jeder Versuchung nachzugeben, ohne es zu merken.</p>
<h2>Eins habe ich nun gelernt: Verstehen allein reicht nicht aus. Verstand allein reicht nicht &#8211; Erkenntnisse müssen ankommen.</h2>
<p>Man kann viel lesen, hören und wissen – das bringt wenig, wenn es nicht im Körper verankert ist. Es ist wie mit dem Schwimmenlernen: &#8222;Ich will lernen zu schwimmen, aber bitte nicht nass werden.&#8220; Es braucht Wiederholungen, AHA-Momente und echte Herausforderungen im Alltag, damit Wissen auch im echten Leben spürbar wird. Und die Herausforderungen lauern überall: am Arbeitsplatz, in Gesprächen mit Klienten, in der Familie – kurz gesagt, in den kleinen Momenten des Lebens.</p>
<h2>Meine Learnings aus einer neuen Erfahrung</h2>
<p>Vor Kurzem bin ich der OAMN-Gruppe (Ohne Alkohol mit Nathalie) beigetreten. Obwohl ich seit 392 Tagen nüchtern bin, fühlte sich dieser Schritt wie ein zweifacher Gewinn an. Die Community gibt Kraft, denn hier wird einiges miteinander geteilt. Und das ist an vielen Stellen unfassbar wertvoll. Doch genau hier kommt meine erste wichtige Erkenntnis ins Spiel:</p>
<h2>Learning #1: Ich darf mich schützen</h2>
<p>Es gibt so viele inspirierende und berührende Beiträge in der Gruppe. Doch gleichzeitig spüre ich, wie mich gewisse Inhalte anderer auch belasten. Es folgt ein altes Muster: Stundenlanges Scrollen, Anteilnahme ausdrücken, Lösungen suchen für andere und mich hinten an stellen. Das zieht Energie. Deshalb habe ich entschieden, mich zu schützen, um nicht ständig entscheiden zu müssen, will ich das jetzt lesen.</p>
<p>Praxistipp: <strong>Ich filtere Benachrichtigungen und wähle bewusst, welche Inhalte ich sehen möchte.</strong></p>
<h2>Learning #2: Zu viel Empathie kann auch schaden</h2>
<p>Empathie ist eine meiner Stärken und spielt in meinem Leben eine zentrale Rolle. Aber in der Gruppe ist das nicht meine Aufgabe! Früher hätte ich mich für meine Tendenz, zu viel zu fühlen, vielleicht verurteilt. Heute nehme ich das bewusst wahr und frage mich: <strong>Wie kann ich gut für mich sorgen? </strong></p>
<p>Ein wichtiger Schritt war, mich innerlich von der Rolle als &#8222;Helferin&#8220; in der Gruppe zu lösen und stattdessen mehr bei mir selbst zu bleiben.</p>
<h2>Ein magischer Moment: Der Blick auf die Gegenwart</h2>
<p>Gestern las ich (sehr bewusst) einen Post, der mich tief berührte. Der Satz &#8222;&#8230; ich lebe mit dem Blick auf die Zukunft auf Kosten der Gegenwart&#8220; hat bei mir etwas ausgelöst. Bisher dachte ich, das &#8222;Leben im Moment&#8220; bedeutet vor allem, sich von der Vergangenheit und vom &#8222;Negativen&#8220; zu lösen. Doch dieser Satz hat mir sehr bewusst gemacht: <strong>Es ist oft die Suche nach einer perfekten Zukunft, die uns davon abhält, im Hier und Jetzt glücklich zu sein.</strong></p>
<h2>Learning #3: Ich darf JETZT zufrieden sein</h2>
<p>Unser Verstand flüstert uns ständig Sätze ein, wie: &#8222;Wenn ich reich bin, schlank bin, in Rente bin &#8230; dann werde ich glücklich sein.&#8220; Aber das Leben findet genau jetzt statt – nicht in einer erdachten Zukunft. Es ist in Ordnung, Pläne und Ziele zu haben, aber wenn sie den Moment belasten, läuft etwas schief. Ich habe erkannt:</p>
<p><strong>Ich muss nichts &#8222;Perfektes&#8220; erreichen, um jetzt zufrieden zu sein.</strong></p>
<p><strong>Aus der Praxis: </strong></p>
<p>Nach meiner Erkenntnis am frühen Morgen ging es nach Hamburg und in den zweiten Teil des Kurses für pflegende Angehörige von Menschen mit Demenz. Ich durfte dann erleben, wie meine Learnings direkt Anwendung fanden. Ich nahm den Satz „… ich lebe mit dem Blick auf die Zukunft auf Kosten der Gegenwart“ mit in den Seminartag und erlebte dann bei einigen Teilnehmer:innen genau das Gleiche wie bei mir: ein Aufatmen nach der Erkenntnis.</p>
<p>Die Aussagen, die danach kamen, waren wunderbar. Sinngemäß so etwas wie:<br />„Ich darf mitten im Chaos sitzen und mich mit meiner Mutter freuen, auch wenn ich eigentlich erst den Pflegeantrag stellen sollte, der Haushalt ziemlich unordentlich ist oder die Nachbarin sich gerade wegen der nächtlichen Lautstärke beschwert hat.“</p>
<h2>Fazit: Lebe den Moment</h2>
<p>Das, was ich hier schreibe, ist nicht neu. Sicher hast Du das alles schon oft gehört oder gelesen. Vielleicht sagt Dein Verstand auch sofort: &#8222;Kalenderspruch! Kenne ich schon, weiß ich alles!&#8220; <strong>Doch: der magische Moment, in dem es wirklich ins Bewusstsein sinkt, macht den Unterschied.</strong></p>
<h2>Mein Wunsch an dich: Ich hoffe, dass mein Blogbeitrag bei Dir vielleicht einen ähnlichen Moment auslöst.</h2>
<p>Wenn Du Dich auf Deinem Weg professionell begleiten lassen möchtest, freue ich mich über einen Kommentar oder eine E-Mail von Dir.</p>
<p>Auf viele magische AHA-Momente! 🌟</p>
<p>Fühl Dich fest umarmt (wenn Du magst und das gerade gebrauchen kannst).</p>
<p>Deine</p>
<p><em style="font-family: 'Butterfly Kids'; font-size: xx-large;">Silke</em></p>
<p>&nbsp;</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner">Ich stehe Ihnen zur Verfügung für ein kostenfreies Erstgespräch, für Ihre Fragen und Anfragen und Ihre Terminwünsche. Sie erreichen mich telefonisch unter +49/ 170/ 5841227 oder über das Kontaktformular. </div>
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<p>Der Beitrag <a href="https://silkesteinke.de/2025/01/26/lebe-den-moment/">Lebe den Moment</a> erschien zuerst auf <a href="https://silkesteinke.de">silkesteinke.de</a>.</p>
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		<title>Leben eben</title>
		<link>https://silkesteinke.de/2024/11/28/leben-eben/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Silke Steinke]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Nov 2024 09:00:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Angehörige]]></category>
		<category><![CDATA[beruflich Pflegende]]></category>
		<category><![CDATA[Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensthemen]]></category>
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		<category><![CDATA[Akzeptanz von Gefühlen]]></category>
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		<category><![CDATA[Human Design]]></category>
		<category><![CDATA[mein Weg]]></category>
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		<category><![CDATA[Scham]]></category>
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		<category><![CDATA[Umgang mit Gefühlen]]></category>
		<category><![CDATA[Wechseljahre]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://silkesteinke.de/?p=1785</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Herbst ist fast schon um und mein Leben stellt mich mal wieder vor Herausforderungen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silkesteinke.de/2024/11/28/leben-eben/">Leben eben</a> erschien zuerst auf <a href="https://silkesteinke.de">silkesteinke.de</a>.</p>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h1>Es passiert schon wieder: Das Leben kommt dazwischen.</h1>
<p>Es ist schon fast absurd, aber mein Gefühl sagt: Alles wurde schon einmal geschrieben. Manchmal von anderen, und in diesem Fall sogar von mir selbst. Beim Stöbern in meinem Blogartikel <em>„<a href="https://silkesteinke.de/2024/02/06/intuition-folgen-freude-finden/">Intuition folgen – Freude finden</a>“</em> lese ich genau das, was ich eigentlich gerade schreiben wollte. Da wird mir klar: Das Leben ist mir mal wieder dazwischen gekommen.</p>
<h2>Wenn sich alles in Kreisen bewegt.</h2>
<p>Ich habe das Gefühl, das Leben bewegt sich in konzentrischen Kreisen. Immer wieder kehren ähnliche Themen zurück, vielleicht mit neuen Facetten, aber doch vertraut. Vielleicht sollte ich einfach noch einmal von vorn anfangen. Dann kannst du, liebe<em>r Leser</em>in, meinen wirren Gedankengängen vielleicht besser folgen. In diesem Blog versuche ich schließlich, das Chaos in meinem Kopf zu ordnen.</p>
<p>Noch vor kurzem hatte ich das Gefühl, alles läuft wunderbar. Ich war im Flow, schrieb Blogartikel am laufenden Band, war tief in meinem Human-Design-Experiment und fühlte mich großartig. Glitzerrausch. Im Sommer, drei Wochen Sylt-Urlaub – Silke in Heaven. Ich dachte &#8222;Jetzt weiß ich wie es geht!&#8220;</p>
<p>Und dann? Nach dem Urlaub ein Infekt nach dem anderen. Alte Symptome kehrten zurück, und plötzlich war hier: Ruhe. Statt des Elans, den ich Anfang des Jahres hatte, beschäftige ich mich seit Monaten intensiv mit mir selbst, ziehe mich zurück, sortiere aus, und hinterfrage vieles.</p>
<h2>Kennt Ihr diesen Spruch? <em>„Du planst, und Gott lacht.“</em></h2>
<p>Genau das beschreibt meine letzten Monate. Geplante Projekte blieben liegen, stattdessen verbringe ich viel Zeit mit Gefühlen, die mich überrollen, und mit einem Körper, der gerade sein eigenes Programm fährt. Histaminintoleranz? Wohl möglich. Schilddrüsenunterfunktion? Auf jeden Fall. Sogar Hashimoto? Keine Ahnung. Wechseljahre? Wahrscheinlich.</p>
<p>Und dann diese Gedanken, die mich heimsuchen: Wie soll ich andere Menschen begleiten, wenn ich selbst gerade im Überlebensmodus stecke? Wenn ich viel Zeit auf der Couch verbringe, erschöpft bin, Migräne habe und meine eigenen Herausforderungen scheinbar nicht im Griff habe?</p>
<p>Dann diese Stimmen – vielleicht auch deine – die fordern: <em>„Auf Social Media musst du Lösungen bieten! Fünf-Schritte-Pläne! Klare Ziele!“</em></p>
<h2>Aber weißt du was? Bullshit. Willkommen im echten Leben!</h2>
<p>Das Leben ist kein gerader Weg. Mein Körper zeigt mir gerade deutlich, dass ich nicht alles kontrollieren kann. Und ja, ich habe die Tipps gehört: Salbei- und Rotkleetee, Spaziergänge, proteinreiche Ernährung, Wechselduschen, bioidentische Hormone…etc. – ich mache auch vieles davon. Was mich anspricht, probiere ich aus. Manches hilft. Manches nicht. Und totz all dessen bleibt es gerade anstrengend.</p>
<p>Ich danke euch allen für eure Ratschläge. Als Generatorin (4/6) mit sakraler Autorität im Human Design reagiere ich. Das bedeutet, wenn der für mich passende Tipp kommt, höre ich das in meinem Bauch. Es ist ein leises <em>„mmnnhh“</em> für &#8222;Ja!&#8220; und ein <em>„hmhm“</em> für &#8222;Nein!&#8220;.</p>
<p>Aber nicht jede mag Ratschläge und es ist immer eine Frage, wie es formuliert ist. Manchmal braucht es einfach nur jemanden der zuhört, ohne gleich in Lösungen zu denken. Eine Umarmung, ein Mitaushalten, dass es gerade nicht den &#8222;Quickfix&#8220; gibt.</p>
<h2>Heute Morgen um 4:20 Uhr – mal wieder hellwach – kam mir ein Gedanke: Was, wenn all das Sinn ergibt?</h2>
<p>Was, wenn mein Körper und meine Psyche sich genauso zeigen müssen, damit ich lerne? Was, wenn es genau so gut ist? Wenn es nichts zu verbessern und zu verändern gibt?</p>
<p>Ich erzähle hier keine Geschichte vom perfekten Weg. Mein Leben ist ein ständiges Ausprobieren, Lernen, Scheitern und Weitermachen. Ich folge Impulsen, lerne von anderen, finde meinen eigenen Zugang – und gebe dabei Impulse weiter.</p>
<p>Ein wichtiger Impuls, den ich letztens in einem Buch zum Thema &#8222;Selbstmitgefühl&#8220; gelesen habe und dessen Wirkung ich gerade stark spüre, möchte ich Dir gerne mit auf den (ungeraden) Weg geben:<strong> Schmerz + Widerstand = Leiden</strong></p>
<p>Genau das bemerke ich gerade. Inzwischen ist es 8:45 Uhr und ich bin trotz aller Symptome und der Tatsache, dass ich gerade nicht da bin, wo ich heute eigentlich sein wollte, sehr entspannt.</p>
<h2>Wenn ich den Widerstand aufgebe, wenn ich die Dinge nicht anders haben will, als sie gerade sind, dann entspannt sich etwas in mir.</h2>
<p>Vielleicht ist das, was ich schreibe und erlebe &#8211;  auch wenn es nicht perfekt ist und keinem drei oder fünf Punkte Plan folgt &#8211;  genau das, was dir gerade hilft, weil es Dir  gerade ähnlich ergeht?</p>
<p>Vielleicht kannst Du damit auch gar nichts anfangen!?</p>
<p>Aber das ist okay &#8211; Leben eben.</p>
<p>Fühl Dich fest umarmt (wenn Du magst und das gerade gebrauchen kannst.</p>
<p>Deine</p>
<p><em style="font-family: 'Butterfly Kids'; font-size: xx-large;">Silke Steinke</em></p>
<p>&nbsp;</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h1>Redebedarf?</h1></div>
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<p>Der Beitrag <a href="https://silkesteinke.de/2024/11/28/leben-eben/">Leben eben</a> erschien zuerst auf <a href="https://silkesteinke.de">silkesteinke.de</a>.</p>
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		<title>Pfingsten &#8211; ein sehr persönlicher Post</title>
		<link>https://silkesteinke.de/2024/05/19/pfingsten-ein-sehr-persoenlicher-post/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Silke Steinke]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 19 May 2024 13:42:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<category><![CDATA[beruflich Pflegende]]></category>
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		<category><![CDATA[Umgang mit Gefühlen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://silkesteinke.de/?p=1763</guid>

					<description><![CDATA[<p>Pfingsten, für mich immer wieder eine dunkle Jahreszeit trotz Sonne! Warum? Lies hier!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silkesteinke.de/2024/05/19/pfingsten-ein-sehr-persoenlicher-post/">Pfingsten &#8211; ein sehr persönlicher Post</a> erschien zuerst auf <a href="https://silkesteinke.de">silkesteinke.de</a>.</p>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h1>Pfingsten und ein sehr persönlicher Post.</h1>
<p>Jahrelang war Pfingsten für mich die schlimmste Zeit des Jahres. Dieser Feiertag war immer damit verbunden, dass mein Bruder damals bei einem Ausflug mit dem Kanu tödlich verunglückte. Ich war erst sieben Jahre alt, als dieses Unglück geschah, und von einem Tag auf den anderen war alles anders. Seitdem passierten die schlimmen Dinge immer im Mai, immer um Pfingsten herum. Auch meine Depressionen begannen vor einigen Jahren zu dieser Jahreszeit. Im Mai als die gleichen Blumen blühten wie zum Zeitpunkt des Unglücks.</p>
<h2>Der Prozess der Bewusstwerdung.</h2>
<p>Auf Verstandesebene war mir das Ganze nun schon viele Jahre klar: Mein Körper hatte den Schrecken abgespeichert, und jedes Jahr war der Monat Mai mit seinen Düften und Blüten ein Trigger für meine Seele. Das ist mir allerdings alles erst im Laufe der Jahre bewusst geworden. Doch, die Tatsache, das ich es wusste, änderte  noch lange nichts daran, damit umzugehen.</p>
<h2>Hilfe durch eine Vielzahl von Techniken, die ich lernte und anwendete</h2>
<p>Durch meine intensive Auseinandersetzung mit Themen wie Psychotherapie, Trauma und Selbstregulation wurde mir deutlich, was in mir passierte. Dennoch fühlte ich mich noch viele Jahre ausgeliefert. Oft schien es, als käme der Mai und mit ihm unweigerlich die Symptome. So konnte ich beispielsweise viele Jahre keine Äpfel essen, da ich eine schwere Allergie dagegen entwickelt hatte. Nun haben Äpfel ja nicht allzu viel mit dem Mai zu tun, und doch gab es vor dem Unglück meines Bruders ein Picknick, bei dem wir Äpfel dabei hatten. Kurz bevor er mit dem Kanu hinausfuhr, fragte er, ob er auch einen Apfel haben dürfe. Ich verneinte dies. Jahrzehntelang konnte ich keine Äpfel essen, ohne dass mein Körper reagierte – bis ich eines Tages im Rahmen einer Sitzung mit einer Therapeutin dieses Thema bearbeitete. Seitdem kann ich wieder Äpfel essen.</p>
<p>Im Laufe der Jahre habe ich viele Emotionen und auch meine Verlustangst bearbeitet. Viele Techniken habe ich kennengelernt und ausprobiert.</p>
<h2>Und endlich: Gefühlt ist dieses Jahr das erste, in dem es mir gut geht.</h2>
<p>Mir ist sehr bewusst, dass ich meinen Körper in dieser Zeit des Jahres besonders gut behandeln darf. Achtsamkeit hat mir geholfen, auch an den Tagen hinzuspüren, an denen es vielleicht nicht so einfach ist.</p>
<h2>Umgang mit gleichzeitigen Gefühlen</h2>
<p>Gestern in meinem Kurs „Hart an der Grenze &#8211; Wege zur Selbstfürsorge“ ging es auch wieder darum, dieses gleichzeitige Halten von Dingen zu thematisieren. Wie kann es mir gut gehen oder darf es mir gut gehen, wenn es anderen schlecht geht? Oder gar: wenn sie gar nicht mehr in diesem Leben sind?</p>
<h2>Überwindung des Upper Limit und der Depressionen</h2>
<p>In einem älteren Blogartikel hatte ich berichtet, dass ich viele Jahre so etwas wie ein Upper Limit hatte – ein oberes Maß an Lebensfreude, das ich nicht überschreiten konnte. Einige Jahre waren mit meiner Depressionsdiagnose von Traurigkeit und Schwere belastet. Im letzten Jahr schrieb ich immer mal wieder Blogbeiträge mit Titeln wie „Mit beiden Füßen fest im Glitzer“, und heute kann ich beides leben. Viele Techniken haben mir geholfen, und ich kann sie gar nicht alle in einem einzigen Artikel benennen. Immer wieder kommt die Idee auf, ein Buch darüber zu schreiben, was mir alles geholfen hat. Das Wichtigste war jedoch, die Techniken anzuwenden und Phasen der Melancholie genauso zuzulassen wie unbändige Freude.</p>
<h2>Radikale Akzeptanz als Schlüssel zur Heilung.</h2>
<p>Leben ist nicht nur schön; Leben ist auch Leiden. Es ist mit vielen Höhen und Tiefen verbunden. Wenn ich etwas gelernt habe, dann ist es die absolute und radikale Akzeptanz dessen, was gerade ist.Wenn ich nicht in den Widerstand gehe, wird es leichter. Wenn ich alles da sein lasse, verschwende ich keine Energie, denn der Kampf beginnt immer dann, wenn wir die Dinge anders haben wollen, als sie nun mal sind. Dies ist sogar die Bauanleitung für ein Problem: Es muss sozusagen eine „Soll-Ist-Diskrepanz“ geben. Nur dann haben wir überhaupt ein Problem.</p>
<h2>Die Bedeutung des Human Design für mich.</h2>
<p>Seitdem ich mein „Human Design“ kenne und meine Tore und Kanäle studiere, weiß ich, dass auch die Melancholie zu meinem Leben gehört. Eine Zeit lang hat diese Schwere einen Großteil meines Lebens ausgemacht. Wenn man Depressionen hat, identifiziert man sich oft damit und lebt ständig in der Angst: Wann kommt es wieder? Oh, ich habe keine so gute Laune, ich bin heute müde – macht sich da schon die nächste depressive Phase breit?</p>
<h2>Leben jenseits von richtig oder falsch.</h2>
<p>Heute lebe ich (zunehmend) jenseits von richtig oder falsch. Ich frage mich, was für MICH der jetzt passende Umgang mit den Emotionen und den Herausforderungen des Lebens ist. Leben bedeutet, beides in völliger Akzeptanz anzunehmen – die Höhen und Tiefen, die Freude und die Traurigkeit. Denn beides gehört dazu, und beides macht uns aus.</p>
<h2>Meine Spiegelneuronen wurden gut trainiert.</h2>
<p>Die Tatsache zu kennen, dass ich ein „offenes Emotionalzentrum“ laut „Human Design“ habe, macht es für mich noch leichter zu unterscheiden, welche Gefühle, muss ich tatsächlich durchfühlen und welche gehören gar nicht mir?</p>
<p>Das bedeutet: ich schwinge mit anderen Menschen stark mit, eine traurige oder frustrierte Umgebung ist für mich anstrengend auszuhalten. Mit solchen Emotionen, die ich von anderen aufnehme, muss ich aber nichts machen. Ich kann mich immer wieder fragen, ist das meins? Wenn ich ein „NEIN!“ bekomme, dann darf ich es abgeben.</p>
<p>Du fragst Dich wie?</p>
<p>Dann melde Dich gerne, ich bin so gerne Wegbegleiterin und die Emotionscoachin an Deiner Seite!</p>
<p>Herzlichst</p>
<p><em style="font-family: 'Butterfly Kids'; font-size: xx-large;">Silke Steinke</em></p>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h2>Sprechen wir persönlich.</h2></div>
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				<div class="et_pb_text_inner">Ich stehe Ihnen zur Verfügung für ein kostenfreies Erstgespräch, für Ihre Fragen und Anfragen und Ihre Terminwünsche. Sie erreichen mich telefonisch unter +49/ 170/ 5841227 oder über das Kontaktformular. </div>
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