Eigentlich war das alles ganz anders geplant!

Im letzten Jahr machte ich meine Prüfung zum Heilpraktiker für Psychotherapie und seit einigen Monaten plane ich meine Praxiseröffnung. Zusätzlich zu meinen Beratungs-, Coaching- und Schulungsangeboten wollte ich ab April auch Therapie für pflegende Angehörige anbieten.

NUN ist ALLES abgesagt!

Natürlich geht es nicht nur mir so. Ich bin sehr froh, dass das ganze mich nicht in meiner Existenz bedroht. Da gibt es noch einen gesicherten Beruf, eine funktionierende Partnerschaft, meine Kinder sind groß, ich muss sie nicht zu Hause beschulen. Ich kann im Homeoffice arbeiten. Meinen Eltern, meiner Familie geht es soweit gut – ich habe wirklich nichts auszustehen.

Der Inhalt der Beratungsgespräche geht mir an die Substanz.

Und auch wenn mein Fokus bewusst auf dem liegt, was positiv ist, merke ich, dass die Nachrichten und die allgemeine Verunsicherung auch mich erreicht. Wenn ich innehalte, dann merke ich viel von der  Anspannung, die in meinem Körper wahrnehmbar ist. Da sind angespannte Schultern und ein zusammengespresster Kiefer und viel Müdigkeit – obwohl ich ausreichend schlafe.

Die Beratungsgespräche in den letzten Tagen sind geprägt von den aktuellen Ereignissen. Das bewegt mich sehr. Im Positiven, wie im Negativen. Wie ein Hintergrundrauschen ist da eine Bedrohung und das kostet mich Energie.  Ich höre von überforderten Menschen – die ohne Entlastungsangebote noch weniger zur Ruhe kommen als ohnehin schon. Da sind einsame Menschen, die nicht wissen, wann und ob sie ihre Angehörigen wiedersehen. Da sind die Fragen, wie man damit umgehen soll, dass die Mutter mit der Diagnose Demenz leider nicht versteht, warum sie keinen Besuch mehr bekommt.

Und in den meisten Gespräche merke ich, dass ich kaum etwas raten kann. Wir sind alle erstmals in einer solchen Situation, wir wissen nicht was kommt und auch die „Experten“ gehen von einer ungewissen Datenbasis aus.

Aber ich kann mich besinnen, auf das was ich gelernt habe in all den Jahren!

Häufig geht es nicht um eine richtige oder falsche Antwort und eine schnelle Lösung, sondern da hilft das Gespräch und das ich mit meinen Sorgen, mit meiner Angst, mit meiner Geschichte erst einmal ein Ohr finde. Das mir jemand zuhört, wertfrei. Jemand der da ist, der Zeuge meines Schmerzes und meiner Freude wird.

Da enstehen kreative Lösungen im Dialog!

Erinnern Sie sich noch an die Blechbüchsen mit denen wir als Kinder „telefoniert“ haben? Früher wohnte ich in einem Mehrfamilienhaus und meine Freundin und ich haben vom 4.ten in den 5.ten Stock über die Verbindung miteinander gesprochen, wenn wir abends nicht mehr raus durften.

Ich höre eben auch von solchen kreativen Lösungen – Großeltern die jetzt per Videokonferenz mit den Enkelkindern im Kontakt sind. Gartentische, die zum Kaffeetrinken über den Gartenzaun hinweg aufgebaut werden, um die körperliche Distanz zu wahren. Menschen, die im Heim wohnen und Besuch an der Türe erhalten und sich so zumindest durch die Fensterscheibe zuwinken können.

Und auch wenn ich im Moment keine Beratung und keine Therapie im eins zu eins Kontakt anbieten kann –

So  können wir uns trotzdem begegnen:

Mit den modernen Medien oder auch ganz klassisch im telefonischen Kontakt.

Melden Sie sich gerne und geben Sie meine Kontaktdaten auch gerne an Angehörige und/oder beruflich Pflegende die (einen) Menschen mit Demenz begleiten weiter, falls diese nicht in der Lage sind, diese Form der Kommunikation im Internet zu nutzen und meine Webseite zu benutzen.

In der aktuellen Lage werde ich meine Unterstützung, zunächst für die kommenden zwei Wochen, kostenlos anbieten.

Einfach anrufen oder eine Email schreiben und dann begegnen wir uns!

Zunächst eben mit der nötigen Distanz und später vieleicht auch ganz persönlich!

Dieser Beitrag als Podcast zum Anhören für Sie!

von Silke Steinke

Redebedarf?

Sprechen wir persönlich.

Ich stehe Ihnen zur Verfügung für ein kostenfreies Erstgespräch, für Ihre Fragen und Anfragen und Ihre Terminwünsche. Sie erreichen mich telefonisch unter +49/ 170/ 5841227 oder über das Kontaktformular.

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